5 Gründe warum wir unsere Intuition im Job leben sollten

Aktualisiert: 22. Juni 2020

"Intuition? Das ist doch was für die Esoteriker!" höre ich manchmal.




Diese Reaktion ist zwar verständlich, verschliesst aber die Tür vor wirklicher Innovation.


Aber zuerst zu den Bedenken, die ich höre:


Intuition

  1. ist spooky! Sie macht Angst, weil Viele sie nicht greifen oder "fabrizieren" können

  2. ist nur was für Frauen

  3. ist unzuverlässlich

  4. ist gefährlich, weil man den Realitätssinn verlieren kann ("Wahnvorstellungen")

  5. lässt die, die das "nicht können", wie Deppen da stehen

  6. kann man nicht trainieren

  7. lässt mich, wenn ich "es kann", unprofessionell erscheinen (weil ich es nicht rational begründen kann)


All diese Bedenken kann ich verstehen!


"Intuition gehört in die Esoterik-Ecke" - Der Satz könnte von mir stammen.

Von meinem "ich" von vor 12 Jahren. Es hat mich einige Krisen gekostet (Job-, Beziehungs-, Sinn- und Gesundheitskrise (meinen Burnout), bevor ich mich meinem "inneren GPS" zugewandt habe. Denn ich erkannte schmerzhaft: Mein Kopf, so schnell und intelligent er ist, bringt mich in wesentlichen Lebens- undJobfragen alleine (!) nicht weiter.


Was nicht heisst, dass Jede*r durch eine Krise gehen muss, um seine Intuition frei zu legen. Und es heist auch nicht, dass Jede*r sich nun gezwungen sehen muss, diesen "inneren Muskel" zu trainieren. Es ist auch nicht Jedermanns/-fraus Sache. Das ist vollkommen OK!


Aber die, die neugierig sind, die ahnen, dass dies eine Einladung ist, ihrem "inneren Kompass" oder dem der Anderen mehr Raum zu geben, denen nenne ich fünf Gründe, warum es sich lohnt, die "Eingebungen" zu erforschen, zu trainieren und ihnen immer mehr zu vertrauen.



Fünf Gründe für Intuition:



  1. Mittlerweile ist wissenschaftlich erwiesen, dass der "Bauch" eine Art "zweites Gehirn" ist. Er weiss Dinge, die der Kopf nicht wissen kann. Und der Bauch ist blitzschnell!

  2. Für ein erfülltes Leben braucht es eine Ganzheitlichkeit in uns. Kopf, Herz, Körper und Seele (Intuition als Teil hiervon) balancieren uns gesund aus, da wir dann auf einer breiteren "Klaviatur" spielen können. Je nach Bedarf.

  3. Die (Wirtschafts-) Welt ist komplex, Stichwort #VUCA. Wir werden die grossen Probleme der Welt (Armut, Naturschutz, Klima, Überbevölkerung, Corona bis hin zu unseren "kleinen" Problemen in unserer Organisation) nicht nur mit dem Kopf oder der emotionalen Intelligenz lösen können. Wir brauchen schnelle UND robuste Lösungen. Wir brauchen Innovation. Intuition kann das.

  4. Die Leistung steigt erwiesenermassen in diversen Teams. Diversity funktioniert aber nur wirklich, wenn wir die Vielfalt in uns selbst erforscht und in ihre Kraft gebracht haben. Innovation gehört zu unserem intrapersonellen "inneren Team."

  5. Je tiefer wir mit uns selbst verbunden sind, also z.B. innerhalb von Millisekunden wahrnehmen können, ob etwas "stimmig oder nicht stimmig ist" (eine Businessidee, ein Konzept, ein Geschäftsmodell, eine Rekrutierung, eine Software, ein Supplier, ein merger etc.), umso besser und nachhaltiger können wir Andere und eine Organisation führen.



Was ist der Preis von Nicht-Intuition?


Der Preis ist tatsächlich hoch, wenn wir uns dieser intuitiven Intelligenz verschliessen! Ich behaupte gar:


Die Organisationen, die sich nicht jetzt bereits für ihre Intuition öffnen, werden in 5-10 Jahren ein ernsthaftes Problem haben.

Denn eure "Konkurrenz" wird schneller und besser sein, kraftvollere Produkte auf dem Markt haben, Kunden und Investoren anziehen, während ihr die Dinge noch linear durchdenkt. Stichwort: #AnalysisParalysis.



Wie geht's denn nun zur Intuition?


Darüber schreibe ich gerade ein Handbuch für Business-Frauen :-) (Männer dürfen es natürlich auch lesen :-). Und ich halte euch in den folgenden Blog-Einträgen auf dem Laufenden über:


  1. die Erkenntnisse aus den Interviews, die ich dazu halte: Mit CEO's, Unternehmer*innen, Fachexptert*innen, Ärzt*innen, Geschäftsführer*innen etc.

  2. Praxisbeispiele, in denen Intuition den Unterschied gemacht hat

  3. Tipps, Tricks & Tools

  4. wie wir Intuition erkennen und z.B. von kurzlebigen Gedanken-Pupsen unterscheiden

  5. wie wir Intuition trainieren

  6. wie wir Intuition im Job einbringen ohne uns lächerlich oder unglaubwürdig zu machen

  7. wie wir "rationale" Kollegen mitnehmen

  8. und Vieles mehr



Was ist nun mit den Bedenken?


Für heute schliesse ich mit Gegenargumenten zu den Bedenken oben. Diese Erkenntnisse und Erfahrungen stammen teilweise aus den Interviews und teilweise aus meiner eigenen Erfahrung mit "Intuition":


  1. Wird un-spooky, denn wir können Intuition "greifbar machen", wenn auch nicht begründen

  2. Männer können "das" auch. Allerdings werden die Fähigkeiten des "Zulassen" und "Sich Öffnens", die es hierfür benötigt, den "weiblichen Fähigkeiten" zugeordnet (im Mann wie in der Frau).

  3. wird verlässlich, je mehr wir üben.

  4. ist ungefährlich, solange wir Feedback einholen.

  5. die eher "rationalen Kollegen" sind nicht unbegabt- sie haben einfach ihre Fähigkeiten woanders.

  6. Du kannst intuitiv unterwegs sein UND professionell sein


Zu letztem Punkt gebe ich im Buch das Beispiel eines weiblichen CEO in einer grossen Finanzorganisation: Sie bringt "das Intuieren" (das Wort kam mir eben) mit einer einfachen Methode in ihre GL-Sitzungen, zeigt sich mit ihrer Intuition und erhält von ihren Kollegen Lob für "ihre gute Nase". Dies auch zu Themen, in denen sie rein rational überhaupt keine Ahnung haben kann, da sie hier kein Fachexperte ist.


Ich finde: Das macht Mut, dass Intuition ihren Platz in Führungsmeetings haben kann und vielleicht auch - sollte. Oder?!



Letzte good news zum Abschluss:


Jeder kann "intuieren" lernen

... denn die Fähigkeit dazu ist in uns Allen angelegt. Sie schlummert in dir.


Ob du

  1. sie freilegen willst

  2. dass du deinen eigenen, individuellen Weg findest

  3. dir Feedback einholst

  4. deine Erfahrung (eher Lebens- als Facherfahrung) einbaust und

  5. dran bleibst, damit sich deine Wahrnehmung laufend verfeinert und mehr Impact hat


...ist ausschlaggebend dafür, ob, wie "schnell" und wie zuverlässig du deine Intuition entwickeln wirst.


Gerne bin ich hier für dich da. Melde dich bei mir: menten@inside-out.solutions


Ansonsten: Mehr im nächsten Blog!


----> Wie siehst du das mit der Intuition? Was sind deine Erfahrungen hier?


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Danke!


Bis bald.


Herzlich,

Nicole


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